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Verena Titze


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Friedrich-Schiller-Universität Jena
Bachstraße 18k
MKG-Gebäude, R. E 038
07743 Jena

Tel.: +49 (0)3641 - 944974
E-Mail


 
KURZBIOGRAPHIE
  • geb. 24.03.1978 in Jena
  • 1996-2002/03 Studium der Kunstgeschichte/Kl. Archäologie und Psychologie an der/den Universität/en Jena und Pisa
    Magisterarbeit zum Thema "Alesso Baldovinetti - Das Trinitätsmotiv des Gnadenstuhls am Hochaltar von S. Trinitá in Florenz"
  • 2003 Praktikum im Auktionshaus Zeller, Lindau
  • 2004-2006 Angestellte der Stadt Lindau (B), Stadtmuseum
  • 2006-2008 wissenschaftl. Mitarbeiterin am Kunstmuseum Ahlen
  • 2007 Führungsmitarbeiterin: Skulptur Projekte Münster 07 am Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte Münster
  • 2008-2010 Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Dortmunder Kunstvereins e.V.
  • seit Oktober 2010 Stipendiatin an der Doktorandenschule Laboratorium Aufklärung

 
DISSERTATIONSPROJEKT


Das medizinische Bild im zeitgenössischen Porträt - eine interdisziplinäre Analyse

Spätestens seit dem frühen 20. Jahrhundert wurden mit der Klassischen Moderne die traditionellen Darstellungsformen der Porträtkunst in Frage gestellt. Das künstlerische (Ab)Bild eines menschlichen Individuums löste sich allmählich zu einem "Porträt ohne Antlitz" auf. An Stelle einer plastischen Porträtbüste oder eines gemalten Halbprofils traten zunehmend innovative Bildformen und Darstellungsweisen, die häufig durch neue Erkenntnisse in der Psychologie, Soziologie, Medizin und den Naturwissenschaften beeinflusst waren. Seit den 1960er Jahren lässt sich in der Porträtkunst eine verstärkte Orientierung an diagnostisch-medizinischen Bildverfahren konstatieren.  Bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, Computertomografien, Scans oder DNA-Analysen liefern ein neuartiges visuelles Vokabular zur künstlerischen Repräsentation des menschlichen Körpers.

An dieser spannungsreichen Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft setzt mein Dissertationsvorhaben an.  Untersuchungsgegenstand der interdisziplinären Studie ist der wirkmächtige Einfluss des medizinischen Bildes auf die zeitgenössische Porträtkunst und die künstlerisch-theoretische Reflexion des heutigen Körperbildes. Dabei interessieren vor allem Fragen (1.) nach der Produktion und Funktion medizinisch-diagnostischer Bilder, (2.) nach Formen der künstlerischen Adaption in die Porträtkunst sowie (3.) nach der Deutung und Bedeutung dieser künstlerischen Auseinandersetzung im Kontext aktueller gesellschaftlicher Diskurse und Definitionen um das 'Individuum' und dessen Identität im 21. Jahrhundert (Stichworte: Genom, biometrischer Pass, Bodyscan, etc.)




Aktivitäten

Lehrveranstaltungen

WS 2010/11
Ausstellungsorganisation und Kuratierung (Seminar), Otto-Friedrich-Universität Bamberg